NEU: Grenzgänger-Frühstück am 11. Oktober 2016, morgens 7 – 8 Uhr !

kaffee_tasse_hoernchen_bb_9_01Early-bird-Grenzgänger-Frühstück – Info-Veranstaltung für Luxemburg-Grenzgänger

Ein neues Format der traditionellen Luxemburger Steuerkonferenzen wird es ab Oktober 2016 geben.

Einmal im Monat wird zum Grenzgängerfrühstück eingeladen. Luxemburg-Grenzgänger haben die Möglichkeit, (kostenlos) verbindliche Antworten auf ihre Fragen zum Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht zu erhalten.

Viele Grenzgänger finden in den Internet-Foren keine abschließende Antwort auf ihre Fragen. Kann man sich auf die Antworten anderer Grenzänger wirklich verlassen, fragen sich viele?

Rechtsanwalt Stephan Wonnebauer wird über die gängigen Fragen von Luxemburg-Grenzgängern referieren am:
Dienstag, 11. Oktober 2016

ORT:
von 7-8 Uhr Restaurant der Grenztankstelle Wasserbillig (Einfahrt Richtung Luxemburg)
(kostenlose Parkplätze unmittelbar vor dem Gebäude)

Um die Veranstaltung etwas gemütlich zu gestalten, bietet das Grenz-Restaurant nur für die Teilnehmer kostenlos Kaffee an.

Die DKV-Luxemburg wird jedem Teilnehmer ein Frühstückscroissant spendieren und steht Ihnen bei Fragen zur Krankenversicherung (privat) zur Verfügung.

Grenzgänger haben hier die Chance, ihre dringendsten Fragen kurzfristig, aber verbindlich, im Rahmen dieses Forums beantwortet zu erhalten.

Das neue Format wurde gewählt, da viele Grenzgänger morgens zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr keine Terminkollisionen haben. Die Veranstaltung liegt praktisch auf dem Weg zur Arbeit. Man hat keinen Zeitverlust, da der Parkplatz unmittelbar vor dem Restaurant-Gebäude liegt. Anschließend fahrt man informiert weiter zur Arbeit.

Frühaufsteher werden profitieren.

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

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Beitrags-Schock bei KrankenkassenFür wen es jetzt richtig teuer wird

Die Sozialbeiträge in Deutschland rasen in den nächsten Jahren kräftig nach oben!
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Die Sozialbeiträge in Deutschland rasen in den nächsten Jahren kräftig nach oben! Was das für die Arbeitnehmer heißt: zusätzliche Kosten!

Grund für die Beitragsexplosion: immer höhere Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherungen.

Allein der sogenannte Zusatzbeitrag bei den Krankenkassenbeiträgen wird sich bis 2020 von derzeit 1,1 Prozent auf 2,4 Prozent mehr als verdoppeln.

Das geht aus einer Studie des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem (Uni Duisburg-Essen) hervor, wie „Spiegel Online“ meldet.

Dazu kommt der bereits für 2017 vereinbarte Anstieg des Pflegebeitrags um 0,2 Punkte. Davon tragen die Beschäftigten die Hälfte (0,1 Punkte).

Mehrbelastung für einen Arbeitnehmer insgesamt: 1,4 Prozent vom Monats-Brutto!

Je nach Finanznot der Kassen kann der Anstieg auch noch höher ausfallen.

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Grund für die Beitragsexplosion: immer höhere Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherungen. Aktuell fehlen z. B. den Krankenkassen laut Wasem 14,4 Milliarden Euro, 2020 sind es 36,7 Milliarden Euro.

Ein Durchschnittsverdiener (rund 3000 Euro brutto/Monat) zahlt ab 2020 dann 329,25 Euro Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag. Das sind rund 42 Euro mehr im Monat als heute.

Jetzt kommt die Quittung!

Wer die Grundrechenarten beherrscht, kann über die Kostenexplosion im Gesundheitswesen nicht überrascht sein.

via Bild ( Von: DIRK HOEREN )

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Warum eine private Altersvorsorge so wichtig ist!

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Die Grafik verdeutlicht sehr schön, warum sich heute jeder möglichst früh mit der privaten Altersvorsorge befassen sollte. Wegen des demografischen Wandels verschlechtert sich nämlich das Verhältnis von Beitragszahler zu Rentenbezieher in der gesetzlichen Rente zusehends. Kamen auf einen Rentner im Jahr 1962 noch sechs Beitragszahler, waren es 2014 nur noch zwei. Die Finanzierung krankt und folglich muss die Rentenhöhe sinken.
(via Pfefferminzia, Autor: Karen Schmidt )

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Warum 80 Euro Krankentagegeld zu wenig sind !

Wer sich privat krankenversichern will, muss sich mit dem Thema Krankentagegeld befassen. Wichtig ist es vor allem, auf die Höhe zu schauen, Denn oft ist das vereinbarte Krankentagegeld zu niedrig.
(via http://www.pfefferminzia.de)
Warum 80 Euro Krankentagegeld doch keine 2.400 Euro Monatseinkommen sind – eindeutig zu wenig
Wer privat krankenversichert ist, der hat (hoffentlich) neben der eigentlichen Krankenversicherung auch ein Krankentagegeld. Das Krankentaggeld ist eine Leistung, welche separat versichert werden muss und nicht- wie in der gesetzlichen Krankenkasse bei Angestellten- automatisch enthalten ist.
Oftmals versichern Kunden auf Rat Ihres Vermittlers oder Beraters ein solches Krankentagegeld in dem Vertrag ihrer Krankenvollversicherung. Schauen Sie mal in Ihren eigenen Vertrag, welchen Betrag lesen Sie dort? Viele Versicherer geben die Leistung als eine Zahl hinter der Tarifbezeichnung an. Ein Tarif KT43/80 bedeutet somit, die Leistung beginnt nach dem 43. Tag und umfasst einen Betrag von 80 Euro Tagessatz.
Wie funktioniert das Krankentaggeld?
Betrachten wir Arbeitnehmer, so ist der Arbeitgeber für die ersten sechs Wochen einer Krankschreibung verantwortlich. Hier wird weiterhin das bisherige Nettoeinkommen als so genannte Lohnfortzahlung erbracht. Vereinfacht ausgedrückt, Sie sind krank geschrieben und bekommen dennoch Lohn. Lohnfortzahlungn

in den ersten sechs Wochen einer Krankheit brauchen sich somit Arbeitnehmer weniger Sorgen zu machen. Einige Arbeitgeber gehen dabei noch weiter. Diese können die Lohnfortzahlung ausdehnen und einige Unternehmen staffeln diese zudem bis zu sechs Monaten.

Doch zurück zur Standardversion. Nach den sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber leistet die gesetzliche Krankenkasse. Doch was eigentlich?

Berechnung des Krankentaggeldes für gesetzlich Versicherte?
In unserem Beispiel nehmen wir einen kinderlosen Arbeitnehmer mit 3.000 Euro Brutto und 1.882 Euro netto (Steuerklasse 1). Zunächst gilt die Grundlage: 70% vom Bruttoeinkommen, aber nicht mehr als 90% vom Nettoeinkommen darf das, auf den Tag herunter gerechnete, Krankengeld betragen.

Einkommen_Krankentagegeld
Bruttoeinkommen: 3.300,00 € max. 4237,50 Euro anrechenbar
Nettoeinkommen: 1.882,00 €

pro Monat pro Tag

70% vom Brutto 2.310,00 € 77,00 €
90% vom Netto 1.693,80 € 56,46 €

Abzüge vom Krankengeld

9,350% gesetzl. Rentenvers. 158,37 € 5,28 €
1,500% Arbeitslosenvers. 25,41 € 0,85 €
1,175% Pflegeversicherung 19,90 € 0,66 €
0,250% Zuschlag kinderlos
(von 80% des Bruttos) 6,60 € 0,22 €

Nettokrankengeld 1.483,52 € 49,45 €

Differenz: -398,48 € -13,28 €

Dabei gibt es aber noch eine weitere Grenze. Maximal wird immer nur das Einkommen berücksichtigt, für welches auch Beiträge gezahlt wurde. Die Beitragsbemessungsgrenze verändert sich nahezu jährlich und damit ist auch der maximale Wert des Krankengeldes nicht gleich. Im Jahr 2016 liegt die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung bei (heruntergerechnet) 4.237,50 Euro pro Monat. Die genauen Werte zur Sozialversicherung finden Sie im Netz unter „Sozialversicherungswerte 2016 – eine Übersicht“
Wer also über dieser Grenze liegt, für den wird die Lücke noch deutlich größer, da das Einkommen darüber nicht angerechnet wird.
Bruttoeinkommen: 5.000,00 € max. 4237,50 Euro BBG
Nettoeinkommen: 2.825,78 €

pro Monat pro Tag

70% vom Brutto 2.966,25 € 98,88 €
90% vom Netto 2.543,20 € 84,77 €

Abzüge vom Krankengeld

9,350% gesetzl. Rentenvers. 237,79 € 7,93 €
1,500% Arbeitslosenvers. 38,15 € 1,27 €
1,175% Pflegeversicherung 29,88 € 1,00 €
0,250% Zuschlag kinderlos
(von 80% des Bruttos) 8,48 € 0,28 €

Netto Krankengeld 2.228,91 € 74,30 €

Differenz: -596,87 € -19,90 €

Der Unterschied zwischen pflicht- und freiwillig versicherten Angestellten liegt also im wesentlichen in der Differenz zwischen Nettoeinkommen und ausgezahltem Krankentagegeld, denn je mehr Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, desto schmerzlicher ist der Verlust.
Wie hoch ist das Tagegeld für einen privat Versicherten?
Das ist zunächst einmal so hoch, wie Sie es abschließen. Auch hier haben Versicherer Höchstgrenzen festgelegt und lassen nicht alles zu was der Versicherungsnehmer gern möchte. Die Angemessenheit wird von jedem Unternehmen individuell bestimmt und bei Antragstellung geprüft. Auch wird hier im Leistungsfall gem. Versicherungsbedingungen noch einmal ein Blick auf die Frage der Angemessenheit geworfen. Doch eine Sache wird meist vergessen. Die Abzüge.
Bruttoeinkommen: 5.000,00 €
Krankentagegeld: 3.127,28 €

AG Zuschuss PKV 300,00 €
PKV Beitrag: -600,00 €

verfügbares Netto: 2.827,28 €

Abzüge vom Krankengeld pro Monat

80 Euro pro Tag = PKV Krankentagegeld 2.400,00 €

18,7% gesetzl. Rentenvers. -748,00 €
0,000% Arbeitslosenvers. – €
PKV Beitrag -600,00 €

Differenz: -1.775,28 €

Wer in der PKV versichert ist, für den fallen während der Zeit des Krankentagegeldbezuges keine Beiträge für die Arbeitslosenversicherung an. Auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind freiwillig und müssen nicht bezahlt werden. ABER: Durch die Nichtzahlung fehlen dann Versicherungszeiten in dem eigenen Versicherungsverlauf. Das mag bei kurzen Krankschreibungen für die Rente noch gar nicht so relevant sein, aber es entstehen gefährliche Versicherungslücken.
Wichtig ist die so erworbene Anrechnungszeit für die anrechenbaren Zeiten, die für die Höhe des Bezuges einer Rente als Alters-, Erwerbsminderungs- oder Witwenrente etc. entscheidend sind. Des Weiteren sind für die verschiedenen Rentenarten Mindestversicherungszeiten bzw. Wartezeiten zu erfüllen (z. B. allgemeine Wartezeit von 5 Jahren für Regelaltersrente, Rente wegen Todes, Rente wegen verminderter Erwerbsunfähigkeit), die bei Nichtentrichtung der freiwilligen Beiträge eventuell nicht erfüllt werden können.
Daher ist es empfehlenswert die Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung „freiwillig zu zahlen“. Der Antrag dazu muss binnen drei Monaten nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit beim zuständigen Rentenversicherungsträger gestellt werden, nur dann ist die nahtlose Versicherung möglich. Kommt der Antrag verspätet, so gilt eine mögliche Rentenversicherung erst dann und damit entsteht eine Lücke. Eine solche „Versicherungspflicht auf Antrag“ kann von Arbeitnehmern nur wahrgenommen werden, wenn dieser im letzten Jahr vor der Arbeitsunfähigkeit zuletzt versicherungspflichtig in der GRV war. Die Beitragsleistung während der AU ist für höchstens 18 Monate möglich.
Höhe der Beiträge
Pro Tag sind maximal 80% des gesetzlichen Rentenversicherungsbeitrages bis zur Höhe der Rentenversicherung-Beitragsbemessungsgrenze (2016: West: 6.200 €, Ost: 5.400 €) versicherbar, z. B. für 2016: 80% * 6.200 Euro * 18,7 % = 927,52 / 30 Tage = 30,91 Euro pro Tag.
Höchstens ist jedoch das zuletzt versicherte Arbeitsentgelt als Bemessungsgrundlage heranzuziehen.
In unserem Beispiel also 80% * 5.000 Euro * 18,7 % = 748 Euro/ 30 Tage = 24,93 Euro pro Tag.
Wäre das Krankengeld unserer Kunden oben richtig, würde es nicht 80 Euro am Tag, sondern fast 140 Euro betragen. Dabei ist zu beachten, das einige PKV Unternehmen die 100%ige Versicherung der Rentenversicherungsbeiträge plus Krankenversicherungsbeitrag NICHT zulassen, sondern Höchstgrenzen haben.

Leider ist auch das eigene Krankentagegeld so eine Sache. Irgendwann hat mal irgendwer irgendwo gesagt es müssen X Euro sein.
Anpassungen werden oft vergessen oder werden einfach nicht gemacht und im Fall der Leistung geht dann das große Jammern los.
Daher: Bitte das eigene Krankengeld überprüfen und auf den passenden Wert anheben.
Bitte überprüfen Sie Ihr Krankengeld – JETZT! Schreiben Sie uns unter serviceteam@deveko-online.de oder service@krankenversicherung-trier.de

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Leistungskürzungen der GKV -Mit Vollgas in die Krise-

Beitragsentwicklung-GKV-vs.-PKV_aus-KVH2015SI
…das sollten Sie Wissen über Ihre gesetzliche Krankenversicherung in der Sie verpflichtet sind versichert zu sein, die meisten Bundesbürger zahlen hier für etwas über deren Inhalt Sie zumeist keinerlei Kenntnis haben, die Politik entscheidet so gut wie nie zum Nutzen der Beitragszahler!

„Der Zeitpunkt, an dem das Dach einstürzt, ist nicht mehr weit von uns entfernt.“denn in der GKV tickt systembedingt eine Zeitbombe.

Eine neue Studie zeigt gravierende Folgen des demografischen Wandels für die Gesetzliche Krankenversicherung
Diesen Vorwurf erhebt der renommierte Gesundheitsökonom Prof. Fritz Beske in seinem neuesten Buch mit dem Titel „Gesundheitsversorgung von morgen

(https://www.pkv.de/service/pkv_publik/archiv/2014/pkv-publik-nr-02-2014/mit-vollgas-in-die-krise/)

Seit 1982 musste gesetzlich Krankenversicherte deutliche Leistungskürzungen der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) mit spürbaren Mehrkosten hinnehmen – ein Überblick.
Leistungskürzungen der GKV seit 1982
Nachfolgend ein Auszug aus den diversen Leistungskürzungen der GKV seit 1982 bis heute. Hier verlinkt ein genereller Überblick über Gesundheitsreform in Deutschland.
1982 Kostendämpfungsgesetz

Arzneimittel
Erhöhung der Selbstbeteiligung je Mittel von 1 DM auf 1,50 DM
Heilmittel Erhöhung der Selbstbeteiligung je Mittel von 2 DM auf 4 DM

Sehhilfen Bei gleich bleibender Sehschärfe Bezug nur noch alle drei Jahre

Zahnersatz
Weiterhin 100 % Honorar, Kürzung der Laborkosten von 80 % auf 60 % 1983 Haushaltsbegleitgesetz

Arzneimittel
Erhöhung der Selbstbeteiligung je Mittel von 1,50 DM auf 2 DM, Ausschluss von sog. Bagatell-Arzneien (z . B. gegen Erkältung)

Krankenhaus Einführung einer Selbstbeteiligung von 5 DM pro Tag für max. 14 Tage im Kalenderjahr

Rentner
Abschaffung der kostenlosen Krankenversicherung – pflichtversicherte Rentner müssen erstmals einen Teil ihres Beitrags selbst zahlen (von der Rente bzw. vergleichbaren Versorgungsbezügen) 1984 Haushaltsbegleitgesetz

Beiträge
Einmalzahlungen (z. B.Urlaubs- und Weihnachtsgeld) werden jahresanteilig berücksichtigt und dadurch verstärkt in die
Beitragspflicht einbezogen Krankengeld Kürzung um Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung 1989 Gesundheits-Reformgesetz (GRG)

Arzneimittel
Begrenzung auf Festbeträge; für Medikamente ohne Festbetrag Erhöhung der Selbstbeteiligung von 2 DM auf 3 DM Fahrtkosten

Einschränkungen bei ambulanten Fahrten und Einführung einer Selbstbeteiligung von 20 DM für stationäre Fahrten

Heilmittel
Erhöhung der Eigenbeteiligung von bisher 4 DM je Mittel auf 10 % der Gesamtkosten

Rentner
Verschärfung der Vorversicherungszeit: Pflichtmitgliedschaft in der günstigen Rentnerkrankenversicherung (KVdR) nur noch für die Rentner, die in der Zeit von der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der zweiten Lebensarbeitshälfte (freiwillig oder pflichtig) GKV-versichert waren.

Sehhilfen Für Gestelle nur noch 20 DM Zuschuss, für Gläser Begrenzung auf Festbeträge, neue Gläser nur noch bei Änderung der Sehschärfe um mind. 0,5 Dioptrien, Kontaktlinsen nur noch in medizinisch zwingend begründeten Ausnahmefällen

Sterbegeld
Wegfall für Neuversicherte; Kürzung auf 2.100 DM für Versicherte bzw. 1.050 DM für Familienversicherte

Zahnersatz
Minderung von 100 % auf 50 % für das Honorar und von 60 % auf 50 % für die Laborkosten, Einführung eines Bonus von 10% für regelmäßige Vorsorge 1993 Gesundheits-Strukturgesetz (GSG)

Arzneimittel
Ausdehnung der Selbstbeteiligung auf alle Arzneimittel, also auch auf die mit Festbetrag; gleichzeitige Erhöhung der Selbstbeteiligung – gestaffelt nach Abgabepreis, später nach Packungsgröße – auf 3 DM, 5 DM und 7 DM

Krankenhaus Erhöhung der Selbstbeteiligung von 5 DM auf 12 DM (neue Bundesländer 9,- DM) für maximal 14 Tage im Kalenderjahr

Rentner
Erneute Verschärfung der Vorversicherungszeit: Pflichtmitgliedschaft in der günstigen KVdR nur noch für Rentner, die mindestens 9/10 der zweiten Lebensarbeitshälfte GKV-pflichtversichert waren.
Damit ist die beitragsgünstige KVdR für fast alle freiwilligen Mitglieder (insbesondere Selbstständige, Beamte oder höherverdienende Arbeitnehmer) nicht mehr möglich. Beiträge werden jetzt nicht mehr nur von der Rente bzw. vergleichbaren Versorgungsbezügen sondern von allen Einnahmen (z. B. auch Mieten und Zinsen) bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben.
1.7.1997 Beitragsentlastungsgesetz

Heilmittel
Erhöhung der Eigenbeteiligung von 10 % auf 15 %

Hilfsmittel
Einführung einer Eigenbeteiligung von 20 % für Bandagen, Einlagen und Hilfsmittel zur Kompressionstherapie
Krankenhaus Erhöhung der Selbstbeteiligung von 12 DM auf 17 DM (alte Bundesländer) und von 9 DM auf 14 DM (neue Bundesländer) für max. 14 Tage im Kalenderjahr

Zahnersatz
Kürzung von 50 % auf 45 % bzw. mit Bonus von 60 % auf 55 %
1.7.1997 1. und 2. Neuordnungsgesetz

Arzneimittel
Erhöhung der Eigenbeteiligung um 5 DM – je nach Packungsgröße – auf 9 DM, 11 DM, 13 DM
Fahrtkosten Erhöhung der Eigenbeteiligung von 20 DM auf 25 DM

Heilmittel
Erhöhung der Eigenbeteiligung von 10 % auf 15 %

Hilfsmittel
Einführung einer Eigenbeteiligung von 20 % für Bandagen, Einlagen und Hilfsmittel zur Kompressionstherapie

Krankenhaus
Erhöhung der Selbstbeteiligung von 12 DM auf 17 DM (alte Bundesländer) und von 9 DM auf 14 DM (neue Bundesländer) für max. 14 Tage im Kalenderjahr

Zahnersatz
Kürzung von 50 % auf 45 % bzw. mit Bonus von 60 % auf 55 % 1998 Nächste Stufe des 2. Neuordnungsgesetzes

Zahnersatz
Abschaffung der prozentualen Beteiligung und Einführung von Festzuschüssen; damit größere Flexibilität aber höhere Eigenbeteiligungen für die höherwertige Versorgung
1999 Solidaritätsstärkungsgesetz

Arzneimittel Reduzierung der Eigenbeteiligung je nach Packungsgröße auf 8, 9, oder 10 DM

Zahnersatz
Abschaffung der Festzuschüsse und Wiedereinführung der prozentualen Beteiligung auf dem Stand vor dem 01.07.1997 (50 % bzw. mit Bonus 60 %), zusätzlicher Bonus von 5 %-Punkten nach 10-jähriger Vorsorge; nach 1978 Geborene erhalten wieder die gleichen Leistungen wie alle anderen Versicherten Gesundheitsreform 2000

Beiträge Einmalzahlungen (z. B.Urlaubs- und Weihnachtsgeld) werden jahresanteilig berücksichtigt und dadurch verstärkt in die Beitragspflicht einbezogen. Kürzung um Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung 2004 GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) 2004

Arztbesuch
Erstmalig wird eine Praxisgebühr von 10 € eingeführt: gilt für jede 1. Inanspruchnahme pro Quartal, die nicht auf Überweisung beruht (Ausnahmen: Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen)

Arzneimittel
Erhöhung der Zuzahlung auf 10 % (mindestens 5 € und maximal 10 €); nicht verschreibungspflichtige Medikamente werden grundsätzlich nicht mehr erstattet

Hilfsmittel
Zuzahlungen jetzt für sämtliche Hilfsmittel (also auch für Krankenfahrstühle etc.) 10 % der Kosten, mindestens 5 € und maximal 10 €; darüber hinaus gelten die Festbeträge weiter
Heilmittel Zuzahlung beträgt 10 % je Mittel (Fango, Massagen, etc.) plus 10 € je Verordnung

Krankenhaus
Eigenbeteiligung wird auf 10 € für max. 28 Tage je Kalenderjahr heraufgesetzt (vorher: 9 € für 14 Tage)

Sehhilfen
Für Erwachsene Wegfall der Leistungen für Brillen und Kontaktlinsen (Ausnahme: schwer Sehbeeinträchtigte)
Rentner Pflichtversicherte Rentner (= KVdR) zahlen auf Versorgungsbezüge den vollen Beitragssatz (bislang den halben), Kapitalleistungen daraus werden mit 120stel über 10 Jahre verteilt verbeitragt

Fahrkosten
Ambulante Fahrkosten werden grundsätzlich nicht mehr erstattet
Zahnersatz.Ab 2005 wird für Zahnersatz nur noch ein befundbezogener Festzuschuss gezahlt.

Sonstiges
Ab 1.7.2005 Wegfall der paritätischen Beitragszahlung; ab dann hat jedes GKV-Mitglied einen zusätzlichen Beitragssatz von 0,9 % alleine zu entrichten (ohne Arbeitgeber-Beteiligung!).
2007 GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG), unter anderem …

Leistungen
Regressmöglichkeiten der Kassen zur Leistungsbeschränkung für selbst verschuldete Behandlungsbedürftigkeit, z. B. bei Komplikationen nach Schönheits-OP, Piercing oder Tätowierung

Arzneimittel
„Teure“ Arzneimittel können erst nach Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung verordnet werden

Zuzahlungen
Erhöhung der Belastungsgrenze für chronisch Kranke grundsätzlich bei nicht regelmäßiger Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen 2007 GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG), unter anderem …

Allgemeiner Beitragssatz wird auf 15,5 % gesetzlich festgeschrieben; Einfrieren des Arbeitgeberzuschusses auf 7,3 %; Kasse kann einkommensunabhängige Zusatzbeiträge ohne Begrenzung erheben; Wegfall der 3-Jahresfrist für höherverdienende Arbeitnehmer; …

Fazit zu den Leistungskürzungen der GKV
Quelle: http://stupidedia.org/stupi/Kassenpatient

Seit 1982 musste gesetzlich Krankenversicherte deutliche Leistungskürzungen der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) hinnehmen, die mit spürbaren zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden sind, sowas gibt es in der PKV nicht, das sollte man Wissen wenn man versucht diese beiden Systeme miteinander zu vergleichen!

Diese Leistungskürzungen der GKV sind wichtige Faktoren für einen Vergleich GKV vs. PKV bezüglich Beiträgen und Leistungen!

Empfehlung zu diesen Leistungskürzungen der GKV
Wollen Sie die hier aufgezählten Leistungskürzungen der GKV vermeiden, dann nutzen Sie (m)eine professionelle Beratung, ob für Sie ein Wechsel in eine private Krankenversicherung möglich und sinnvoll ist.

Nutzen Sie unsere professionelle Beratung –ohne Mehrkosten für Sie!

Einen Beratungstermin (auch bundesweit per Webmeeting) können Sie per Klick über diesen Link einfach und schnell vereinbaren.

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Versicherungsschutz nach der Scheidung

( via rechtsanwalt.com von Manuela Frank)
Die Hochzeit ist für viele der Höhepunkt ihrer Beziehung. Doch nicht immer übersteht die Ehe auch schlechte Zeiten, denn jede dritte scheitert in Deutschland und die Scheidung folgt. Viele Paare sind sich jedoch nicht darüber im Klaren, was nach einer Ehescheidung alles auf sie zukommt, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Insbesondere die gemeinsam genutzten Versicherungen verlieren ihre Gültigkeit und die Partner müssen sich wieder selbst absichern.
Für viele Ehepaare bedeutet eine Trennung in erster Linie die Auflösung der gemeinsamen Wohnung, des Vermögens und die Regelungen in Bezug auf das Sorgerecht für die Kinder. Doch mit einer rechtskräftigen Scheidung stehen noch weitere rechtliche Änderungen an. Während einer Ehe schließen die Gatten Versicherungen meist gemeinsam ab, häufig ist dann nur ein Partner offizieller Versicherungsnehmer. Nach der Trennung muss sich der andere Ehegatte also schnellstmöglich um einen eigenen Versicherungsschutz kümmern.
Was geschieht im Scheidungsfall mit der Krankenversicherung?
Ehepartner, die bisher über den berufstätigen Gatten über die Familienversicherung mitversichert waren, müssen sich selbst versichern. Nach der Scheidung werden diese darüber informiert, dass sie nun automatisch freiwillig krankenversichert sind. Innerhalb von zwei Wochen kann sich der Betroffene eine andere Krankenversicherung für seine Zwecke aussuchen. Ist das Ehepaar privat versichert, können beide Partner nach der Trennung privat versichert bleiben. Die gemeinsamen Kinder ohne Einkommen können mitversichert werden, in der Regel so wie der Elternteil, bei welchem sie leben.
Hausratversicherung bei Auflösung einer gemeinsamen Wohnung
Bei einer Hausratversicherung kommt es in erster Linie darauf an, ob die Partner nach der Trennung in der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus zusammen wohnen bleiben. Ist dies der Fall, gilt der Versicherungsschutz wie bisher. Sollte der Versicherungsnehmer allerdings ausziehen, behält er den Vertrag und muss den Auszug nur beim Versicherungsunternehmen melden. Der Ex-Partner muss sich dann um einen eigenen Versicherungsschutz für seinen Hausrat kümmern.
Private Haftpflichtversicherung nach der Scheidung
Haftpflichtversicherungsschutz erhält nach der Scheidung nur der Partner, welcher auch im Vertrag als Versicherungsnehmer aufgeführt ist. Der andere muss demnach einen eignen abschließen. Der Versicherungsschutz für gemeinsame Kinder besteht automatisch weiter. Allerdings kann der Versicherungsnehmer bereits nach der Trennung seinen neuen Partner über den Vertrag mitversichern, ab diesem Zeitpunkt besteht kein Schutz mehr für den Ex-Partner. Deshalb sollten Betroffene bereits frühzeitig für einen entsprechenden eigenen Vertrag sorgen.
Gibt es im Scheidungsfall einen Versorgungsausgleich bei der Altersvorsorge?
Nach einer Scheidung findet ein sogenannter Versorgungsausgleich statt, bei welchem die Ansprüche auf die gesetzliche Rente, die Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge häufig halbiert werden. Wie genau die Aufteilung abläuft, wird durch das Familiengericht entschieden. Durch einen notariellen Ehevertrag kann ein solcher Ausgleich im Vorfeld ausgeschlossen werden, bei besonderen Härtefällen gilt dies ebenfalls.
Kfz-Versicherung durch Ex-Partner
Der Versicherungsnehmer einer Kfz-Versicherung muss nach einer Scheidung keine Veränderung befürchten. Schließt der Ex-Partner jedoch einen eigenen Vertrag für sein Auto ab, kann sich dies nachteilig für ihn auswirken. Er wird in der Regel in eine schlechtere Schadensfreiheitsrabatt-Klasse eingestuft, welche der von Fahranfängern gleicht. Viele Versicherungsunternehmen bieten jedoch einen anteiligen Schadensfreiheitsrabatt an, Betroffene sollten sich rechtzeitig informieren.

scheidung-ende

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„Verbraucherschützer sind staatlich geförderte Mitbewerber“ und sonst nichts!

Nun etwas in eigener Sache und ein eigentlich nicht weiter hinzunehmender Vorgang der aber auch typisch ist in Deutschland, den öffentliche Förderung, keine Haftung so sieht es in Wirklichkeit bei den sogenannten „Verbraucherzentralen“ aus.
Verbraucherschützer versus Makler

Daumen-und-Gefaellt-mir-nicht-Schriftzug-

Ein Makler muss sich entscheiden, ob er nun Makler oder Honorarberater ist.
Insofern ist die Abmahnung durch einen Maklerkollegen (H.Gierhartz) gegen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg  gerechtfertigt. diese Abmahnung mal wieder ein Paradebeispiel dafür, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird (vom allseits übermächtigen Staat).

Ein Beispiel: Der Makler (Honorar) verlangte für eine Beratung über 7,5 Stunden 1.300 Euro. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nimmt für sich selbst in Anspruch, für die „Spezialberatung Altersvorsorge“ 160 Euro -die Stunde zu berechnen-.
Sie hätte also für diese Beratung über 7,5 Stunden 1.200 Euro verlangt.
Mit diesem Honorar bestätigt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg doch, dass das berechnete Honorar für den erbrachten Zeitaufwand eigentlich gerechtfertigt ist, bekommen sich aber häufig nicht ein, gegen Makler herzuziehen das es nur so kracht!

(im Übrigen vermeiden Sie zB beim Thema Krankenversicherung zu erwähnen das es hier keine sogenannten Nettotarife gibt und das die PKV egal ob Online, Ihre „Empfehlung“, oder über einen Makler abgeschlossen immer den gleichen Beitrag beinhaltet, von der Haftungsübernahme des Maklers wird dabei natürlich nie gesprochen!)

Nur das Risiko ist anders gelagert.

Der Makler führt seine Beratung erst einmal kostenlos durch. Nur bei Abschluss bekommt er eine Courtage. Bei den biometrischen Risiken mit Gesundheitsprüfung läuft er Gefahr, trotz Abschlusses keine Provisionen generieren zu können, weil der Antrag nicht angenommen wird, oder der Kunde den vorgeschlagenen Risikozuschlag ablehnt.

Es gibt meines Erachtens keine Informationen darüber, wie viele Beratungen im Verhältnis zum Abschluss erbracht werden müssen. Der Makler muss seine Kosten wie Miete, Personal Versicherungen insbesondere auch Vermögensschadenversicherung und so weiter aus den verdienten Courtagen bezahlen.
Darüber hinaus haftet er für seine Tätigkeit, die sogenannten „Verbraucherzentralen“ natürlich nicht, wozu auch, es sind ja staatl. geförderte Einrichtungen, diese haben in diesem Lande ja bekanntlich immer Rechte.

die Realität aber ist öffentliche Förderung, keine Haftung

Die Verbraucherzentralen dagegen werden öffentlich gefördert, das heißt der Steuerzahler und auch Sponsoren (nach Gründen für das Sponsoring wollen wir nicht fragen, es entbehrt jeglichen weiteren Kommentars) kommen für den größten Teil der Kosten auf. Trotzdem verlangt die Verbraucherzentrale für die Beratung 160 Euro die Stunde. Haftung? Keine.

Welche Honorare z.B von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verlangt werden, kann man hier einsehen

http://www.pfefferminzia.de/uploads/fm/1457554806.Verbraucherzentrale_Tabelle.pdf

Diese Preistabelle ist abmahnungswürdig, weil hier nicht klar und deutlich zum Ausdruck kommt, dass es sich um Stundensätze handelt. Hier sollten einmal unsere Verbände tätig werden.

Grundsätzlich ist aber zu klären, ob Verbraucherschützer Verbraucherschützer sind oder staatlich geförderte Mitbewerber mit kompletter Haftungsfreistellung, wo eigentlich Ihr Qualifikationsnachweis herkommt, wo und wie Ihre Weiterbildung stattfindet, wie die  Protokollierung des Beratungsvorgangs stattfindet usw.

via pfefferminzia

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Krankenversicherung von privat zu gesetzlich? Fragen und Antworten

Krankenversicherung Von privat zu gesetzlich?
wechsel-pkv-gkv
aus gegeben Anlass und aufgrund vieler Nachfragen/Rückfragen zu diesem Thmea hier einige zusammengefassten Fragen und Antworten darauf -von PKV zurück in die GKV-
 
Rund 97 Prozent der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind identisch, so etwa auch die sogenannten Festzuschüsse für Medikamente und Hilfsmittel. Daher sollte bei der Wahl der Kasse nicht nur die Beitragshöhe eine Rolle spielen, sondern vor allem die Leistungen, die zusätzlich übernommen werden. Dazu gehören beispielsweise die Homöopathie, Osteopathie oder auch Reiseimpfungen.
 
Halle (Saale) –
 
Susi F., Merseburg: Meine Krankenkasse hat wie viele andere auch den Zusatzbeitrag erhöht. Ich möchte wechseln, habe aber die Frist für das Sonderkündigungsrecht verpasst. Gibt es noch eine Wechselmöglichkeit für mich? Ich bin seit 15 Jahren Mitglied.
 
Antwort: Ja, Sie können jederzeit Ihre gesetzliche Krankenkasse ordentlich kündigen und in eine andere, für Sie günstigere gesetzliche Krankenkasse wechseln. Einzige Voraussetzung: Sie müssen mindestens 18 Monate lang Mitglied in der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse gewesen sein (Mindestbindungsfrist). Bei einer ordentlichen Kündigung beträgt die Kündigungsfrist – wie auch bei dem Sonderkündigungsrecht – zwei volle Monate.
 
Christine K., Wittenberg: Ich bin 26 Jahre in meiner gesetzlichen Krankenversicherung. Sie hat zum Februar den Zusatzbeitrag erhöht, sodass ich in eine günstigere Kasse wechseln möchte. Greift für mich das Sonderkündigungsrecht?
 
Antwort: Ja, gesetzlich Versicherte haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn die eigene Kasse durch Erhöhung des Zusatzbeitrages teurer wird. Darüber muss die Kasse den Versicherten auch schriftlich informieren. Beim Sonderkündigungsrecht muss die Kündigung bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erstmals erhebt oder ihn erhöht. In Ihrem Fall bis Ende Februar. Die Kündigung wird zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats wirksam, gerechnet von dem Monat, in dem das Mitglied die Kündigung erklärt. Bei einer Kündigung zum 30. April können Sie ab 1. Mai in die neue Kasse wechseln. Bis dahin zahlen Sie als Mitglied den einkommensabhängigen erhöhten Zusatzbeitrag. Das Sonderkündigungsrecht wegen eines höheren Zusatzbei-trags gilt auch, wenn der Versicherte noch keine 18 Monate bei der Krankenkasse versichert ist.
 
Lilly G., Burgenlandkreis: Ich bin seit vier Jahren privat krankenversichert. Vorher war ich gesetzlich krankenversichert. Bis zu welchem Alter könnte ich in die Gesetzliche zurückwechseln?
 
Antwort: Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter zwei Voraussetzungen möglich. Sie müssen sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, in dem Sie unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 56 250 Euro beziehungsweise monatlich unter 4 687,50 Euro brutto liegen. Für alle bereits vor dem 31. Dezember 2002 privat Versicherten gelten die Grenzen 50 850 Euro beziehungsweise 4 237,40 Euro. Zudem dürfen Sie das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, können Sie taggenau, also mit Eintritt der Versicherungspflicht, Ihre private Krankenversicherung kündigen und pflichtversichert in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Das bestimmt Paragraf 5, Absatz 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch V.
 
Jan B., Merseburg: Ich bin 51 Jahre und seit 16 Jahren privat krankenversichert. Mein Einkommen setzte sich bisher aus dem Grundgehalt und der Leistungsprämie zusammen. Jetzt wurde mir von der Firma mitgeteilt, dass nur noch mein Grundgehalt als Arbeitnehmer für die Krankenversicherung ausschlaggebend sei. Die Leistungsprämie, die variabel ist, zähle nicht mehr. In der Folge wäre ich bezüglich der Krankenversicherung gesetzlich versicherungspflichtig. Kann das sein?
 
Antwort: Das ist gut möglich. Und zwar dann, wenn Sie mit Ihrem Einkommen unter die Jahresentgeltgrenze von 50 850 Euro beziehungsweise monatlich 4 237,50 Euro brutto sinken. In dem Fall werden Sie gesetzlich krankenversicherungspflichtig. Sie haben natürlich das Recht, Ihre private Krankenversicherung zum Tag des Eintritts der Versicherungspflicht zu kündigen, um eine doppelte Beitragszahlung zu vermeiden.
 
Ludwig D., Halle: Ich bin privat versichert und bekomme demnächst Altersrente von rund 1 000 Euro. Bekomme ich dann noch einen Zuschuss zur Krankenversicherung?
 
Antwort: Sie erhalten als Rentner von der Deutschen Rentenversicherung einen Zuschuss für Ihre private Krankenversicherung in Höhe von 7,3 Prozent ihrer Bruttorente. Während bei gesetzlichen Versicherten der Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung von der Bruttorente abgezogen und entsprechend eine Nettorente überwiesen wird, wird Ihnen der Zuschuss zusätzlich zu Ihrer Rente von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlt. Unterstellt, Sie erhalten genau 1 000 Euro Altersrente, dann überweist Ihnen der Rentenversicherer monatlich 1 073 Euro. Den Zuschuss beantragen Sie bei der Rentenversicherung.
 
Manfred D., Wittenberg: Ich bin seit DDR-Zeiten selbstständig und seit der Wende privat krankenversichert. Ich bezahle über 400 Euro Beitrag. Welche Möglichkeiten habe ich, den Beitrag zu senken?
 
Antwort: Sie sollten mit Ihrem Krankenversicherer über eine Beitragsreduzierung sprechen. Zunächst könnte der Wechsel in einen anderen Tarif mit gleichem Leistungsumfang geprüft werden. Möglich wäre auch ein Verzicht auf bestimmte Leistungen oder die Erhöhung des Selbstbehaltes, was allerdings nur die Ausnahme sein sollte. Als Ultima Ratio sollten Sie sich nach dem sogenannten Standardtarif erkundigen, der in der Regel ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden kann. Dieser beinhaltet Leistungen, die in etwa den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen.
 
Manuela P., Halle: Ich arbeite nebenbei als Selbstständige und als Angestellte. Aufgrund meines Angestelltenverhältnisses bin ich gesetzlich krankenversichert. Falls mein Angestelltenverhältnis gekündigt wird: Kann ich mich dann weiter gesetzlich krankenversichern? Wie bemisst sich der Beitrag?
 
Antwort: Bei Kündigung Ihres Angestelltenverhältnisses wären Sie gegebenenfalls hauptberuflich selbstständig tätig. Sie haben dann das Wahlrecht, sich als Selbstständige freiwillig gesetzlich krankenzuversichern oder eine private Krankenversicherung abzuschließen. Da Sie in der gesetzlichen Kasse bleiben möchten, käme die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung infrage. Sie würden dann einen Beitrag entsprechend Ihres Einkommens zahlen. Allerdings müssen Sie den Beitrag in voller Höhe selbst übernehmen. Wichtig: Automatisch passiert nichts. Sie müssen den Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen.
 
Gerlinde J., Halle: Ich bin 51 Jahre alt, selbstständig und seit dem Jahr 2000 privat versichert. Weil ich eine Autoimmunerkrankung habe, sind meine Krankheitskosten sehr hoch. Ich möchte in eine gesetzliche Kasse wechseln. Allerdings habe ich ja bei der Privaten auch Altersrückstellungen aufgebaut. Was denken Sie?
 
Antwort: Grundsätzlich besteht die Möglichkeit des Wechsels, da Sie das 55. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Und eine Gesundheitsprüfung findet vor der Aufnahme in eine gesetzliche Kasse nicht statt. Eine Kündigung Ihrer Krankenversicherung wäre aber mit dem Nachteil verbunden, dass die aufgebauten Altersrückstellungen im privaten Krankenversicherungsunternehmen verbleiben und damit für Sie komplett verfallen. Zudem könnten Sie an den Voraussetzungen scheitern, die erfüllt sein müssen, um als Selbstständige bei einer gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert zu werden. Es müssen nämlich sogenannte Vorversicherungszeiten vorliegen, das heißt dass Sie in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder in den letzten zwölf Monaten komplett gesetzlich krankenversichert waren. Da diese Vorversicherungszeiten bei Ihnen nicht vorliegen, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich.
 
Siegfried K., Halle: Wie kann ich als privat Versicherter und Selbstständiger in die Gesetzliche zurück?
 
Antwort: So lange Sie selbstständig tätig sind, bleiben Sie privat versichert. Ein Wechsel ist nur nach Aufgabe der Selbstständigkeit möglich. Haben Sie danach nur Gesamteinkünfte bis 450 Euro im Monat oder einen Mini-Job, können Sie beitragsfrei über Ihren gesetzlich versicherten Ehepartner versichert werden. Wenn Sie noch keine 55 Jahre alt sind, gibt es nach Ende der hauptberuflichen Selbstständigkeit noch einen anderen Weg: Eine Festanstellung mit einem Gehalt von mehr als 450 Euro und unter 4 237,50 Euro brutto monatlich. Dann werden Sie gesetzlich pflichtversichert.
 
Tim L., Naumburg: Was muss ich zahlen, wenn ich als Selbstständiger gesetzlich versichert bleibe?
 
Antwort: Als Selbstständiger gehören sie dann zu den freiwillig Versicherten. Außer Ihrem Erwerbseinkommen werden dabei auch eventuelle Zins- und Mieteinnahmen berücksichtigt. Neben der Bemessungsgrenze gibt es bei gesetzlich versicherten Selbstständigen ein vom Gesetzgeber festgelegtes Mindesteinkommen. In diesem Jahr sind das 2 178,75 Euro brutto pro Monat. Daraus ergibt sich ein Mindestbeitrag von rund 315 Euro im Monat, der je nach Beitragssatz der Krankenkassen differiert. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflege-Pflichtversicherung. Hier wird zwischen Versicherten mit und ohne Kindern unterschieden. Für Erstere gilt ein Beitragssatz von 2,35 Prozent des Bruttoverdienstes, für letztere 2,6 Prozent.
 
Paul M., Salzatal: Ich bin selbstständig und möchte mich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Mir wurde gesagt, dass ich dafür eine Vorversicherungszeit erfüllen müsste. Stimmt das?
 
Antwort: Ja. Die Vorversicherungszeit beinhaltet, dass Sie in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder in den letzten zwölf Monaten komplett gesetzlich krankenversichert gewesen sind. Wird diese Vorversicherungszeit nicht erfüllt, geht für Sie als Selbstständiger eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr.
 
Peter K., Saalekreis: Meine Freundin ist 60 Jahre alt und seit der Wende privat krankenversichert. Jetzt ist sie vom Betrieb freigestellt worden, den Beitrag zur Krankenversicherung kann sie vom Arbeitslosengeld nicht bezahlen. Kann Sie wieder in die gesetzliche Versicherung zurück?
 
Antwort: Wer älter als 55 Jahre und nicht verheiratet ist, kann grundsätzlich nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln. Ihre Freundin sollte sich an das Sozialamt wenden und einen Krankenkassenbeitragszuschuss beantragen.
 
Monika B., Naumburg: Mein Mann ist seit 1993 privat krankenversichert. Da er wenig Rente bezieht, übersteigt der monatliche Beitrag unsere finanziellen Möglichkeiten. Er hat bereits den niedrigsten Tarif bei einer Selbstbeteiligung von 750 Euro. Gibt es für ihn einen Strohhalm, um aus der finanziellen Beitragsmisere seiner privaten Krankenversicherung herauszukommen?
 
Antwort: Nein, da Ihr Mann das 55. Lebensjahr überschritten hat und Rentner ist, bleibt nur, innerhalb seines privaten Versicherungsunternehmens in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Letztlich besteht für Ihren Mann auch die Möglichkeit, vom Sozialamt prüfen zu lassen, ob bei ihm Bedürftigkeit vorliegt und er einen Zuschuss zu seiner Krankenversicherung bekommt.
 
Jürgen T., Eisleben: Ich habe von meiner privaten Krankenversicherung eine Beitragsanpassung für 2016 erhalten. Habe ich jetzt Anspruch auf einen anderen Tarif bei meiner Versicherung?
 
Antwort: Ja, diesen Anspruch haben Sie sogar laut Gesetz. Ihre Versicherungsgesellschaft ist verpflichtet, Ihnen Alternativen aufzuzeigen. Darunter ist der Wechsel in einen anderen Tarif bei gleichen Leistungen aber für einen günstigeren Beitrag zu verstehen. Die Erhöhung Ihres Selbstbehaltes oder Wegfall bestimmter Leistungen sollte nur die Ausnahme sein. Seit Januar 2016 gibt es vom Verband der privaten Krankenversicherer einen neuen, sogenannten „Tarifwechsel-Leitfaden“. Alle teilnehmenden Gesellschaften verpflichten sich damit, ihre Kunden transparent über günstigere Tarife zu informieren.
 
via MZ-web.de
Kornelia Noack und Dorothea Reinert notierten Fragen und Antworten
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immer mehr gesetzliche Krankenversicherung erhöhen auf 16 Prozent!

wie nicht anders zu erwarten, immer mehr gesetzliche Krankenversicherung erhöhen auf 16 Prozent!

Aktuell geben die gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragssätze für das Jahr 2016 bekannt. So hat kürzlich die Nachricht, dass die DAK ihren Gesamtbeitrag auf 16,1 Prozent erhöht, viele Versicherte erschüttert. Nun ziehen zwei weitere Kassen nach und knacken ebenfalls die 16-Prozent-Hürde. Wo es für Kassenpatienten teuer wird.

Am Montag haben zwei Größen im Markt, die IKK Classic (2,6 Millionen Mitglieder) und die AOK Rheinland/Hamburg (zwei Millionen Mitglieder), als letzte unter den Top 10 ihre künftige Beträge veröffentlicht.Sowohl die IKK Classic als auch die AOK Rheinland/Hamburg werden 2016 einen Gesamtbeitrag von 16,0 Prozent erheben. Damit liegen sie knapp hinter Spitzenreiter DAK mit einem Beitrag von 16,1 Prozent. Die AOK erhöht damit um 0,5 Prozentpunkte und die IKK sogar um 0,6 Prozentpunkte.

wenn Sie wissen möchten ob auch Ihre Kasse anpasst und wieviel
schreiben Sie uns einfach eine Mail unter
service@krankenversicherung-trier.de, oder gleich  auch FB
https://www.facebook.com/Krankenversicherung-Trier-529663267062564/

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Der Vorauszahlungs-TrickSteuern sparen mit der Krankenversicherung

 
 
Auf einen Schlag 1000 Euro Steuern sparen? Das geht tatsächlich – und ist völlig legal. Einzige Bedingungen: Sie müssen Geld auf der hohen Kante haben, das Sie sofort einsetzen können. Und Ihr Jahresgehalt liegt über der Pflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung.
 
 
Sie können den Steuer-Trick nutzen, wenn
 
Sie in diesem Jahr noch Geld übrig haben – zum Beispiel aus einem Bonus
 
Sie freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert sind, Ihr Jahreseinkommen also über der Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt (2016: 56.250 Euro)
 
Sie weitere Haftpflicht-, Unfall- oder Risikoversicherungen abgeschlossen haben, deren Beiträge steuerlich absetzbar sind
 
Sie die Beitragssumme für die kommenden zwei Jahre frei zur Verfügung haben
Sie das Geld noch in diesem Kalenderjahr überweisen.
 
Am rentabelsten ist der Steuerkniff für Selbständige und Freiberufler
 
http://www.focus.de/finanzen/steuern/der-vorauszahlungs-trick-steuer-sparen-mit-der-krankenversicherung_id_5153175.html
 
 
http://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/Private-Krankenversicherung-Erst-zahlen-dann-sparen-1000826191/1
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